Die Opfer von einem Wiederverkaufsbetrug in Spanien werden nur unzureichend geschützt und auch nur sehr schlecht informiert.

Speziell vom Wiederverkaufsbetrug bei Ferienwohnrechten, der von Spanien ausgeht, und auch dem Lotteriebetrug, der per FAX oder mail in den letzten Jahren zahlreiche Haushalte errreichte („Sie haben in der spanischen Lotterie gewonnen !!!!“), sind Zehntausende betroffen und die ergaunerten Beträge akkumulieren sich in dreistelliger Millionenhöhe.

Deshalb sollen hier nun – nach und nach – allgemeine Informationen über laufende Gerichtsverfahren zusammengestellt werden, soweit diese nicht so aktuell sind, dass ihre Veröffentlichung die Strafverfolgung behindern könnte.

A) Wiederverkauf mit angeblichen Notaren

Anbieter im Jahre 2006 unter dem Namen  Alzheimer Society, Bankonten auf Namen Waldemar Sorge – ermittelt wird am Untersuchungericht Nr. 4 in Cordoba, D.P. 107/08

Anbieter im Jahre 2006 unter dem Namen National Multiple Sclerosis, Bankkonten auf Namen Ivan Baric – ermittelt wird am Untersuchungsgericht Nr 7 in Cordoba, AZ: D.P. 6859/05

Anbieter im Jahre 2007 unter dem Namen Royal Olympic Cruises, Bankkonten auf Namen der Firma Jurubeba – ermittelt wird in Sevilla, AZ: D.P. 5673/07

Der Klärung näher gekommen ist man hinsichtlich vieler Betrugsfälle, die in den Jahren 2003 und 2004 unter den Namen der angeblichen Notare Silvio Tozzi und Stefano Baldini begangen worden sind. Es wurde ein deutscher Staatsbürger identifiziert, der mit gefälschten Ausweisen unter diesen Namen operiert und Konten eröffnet hatte. Andere, ebenfalls identifizierte Personen deutscher Nationalität halfen dann dabei, die Beträge von den Banken abzuholen und weiterzuleiten. Die Ermittlungen laufen am Untersuchungsgericht Nr. 4 in Arona auf Teneriffa unter dem AZ: 2713/04

Ebenfalls am Untersuchungsgericht Nr 4 in Arona läuft das Verfahren zur Klärung des Betruges unter dem Firmennamen Asparon International und dem vorgeblichen Notar Manuel Salazar aus dem Jahre 2008 (AZ: D.P. 2787/08 ). In diesem Fall lauteten die Bankkonten auf den Namen Volker Bree.

Verschiedene Verfahren laufen zu den Betrugsfällen, die sich mit immer dem gleichen Schema der Anschreiben unter den Firmennamen Saikkonen, Hannon & Sons,

Yang, Tools & Brooks , Yokoshin  bzw.  Rousseau & Elliot  in den Jahren 2006 und 2007 abgespielt haben. Hier wurden wohl wirklich existierende  Firmennamen mißbraucht und Einzahlungen angefordert zugunsten von Notaren deutschen Namens wie Karin Reich, Maria Bauer, Beate Bach, Inge Reis, Maria Fischer etc.

Im Verfahren D.P. 276/07 vor dem Untersuchungsgericht Nummer 8 in Arona scheint  nachgewiesen, dass eine auf Teneriffa lebende deutsche Staatsbürgerin unter zumindest einigen dieser falschen Identitäten aufgetreten ist und die Beschuldigte wurde dazu auch schon vernommen.