Die Opfer von einem Wiederverkaufsbetrug in Spanien werden nur unzureichend geschützt und auch nur sehr schlecht informiert.

Speziell vom Wiederverkaufsbetrug bei Ferienwohnrechten, der von Spanien ausgeht, und auch dem Lotteriebetrug, der per FAX oder mail in den letzten Jahren zahlreiche Haushalte errreichte („Sie haben in der spanischen Lotterie gewonnen !!!!“), sind Zehntausende betroffen und die ergaunerten Beträge akkumulieren sich in dreistelliger Millionenhöhe.

Deshalb sollen hier nun – nach und nach – allgemeine Informationen über laufende Gerichtsverfahren zusammengestellt werden, soweit diese nicht so aktuell sind, dass ihre Veröffentlichung die Strafverfolgung behindern könnte.

Falsche Anwälte und angebliche Rechtsverfolgung

Weit verbreitet ist auch der Trick, als angebliche Anwälte an die Opfer heranzutreten und sie glauben zu lassen, rechtliche Schritte seien bereits eingeleitet oder würden eingeleitet werden, um Schadensersatz aus früheren Betrugsvorfällen durchzusetzen. Natürlich geht es auch hier wieder nur um einen Köder für neue Zahlungen der schon betrogenen Opfer, und die neuen „Rächer“ stammen nicht selten zudem aus den Reihen der früheren Betrugsfirmen.

Jüngst aufgeflogen ist so ein Unternehmen im Süden Teneriffas und 29 Personen wurden festgenommen. Die Geschädigten stammen  zumeist aus Großbritannien und die Gauner agierten unter Namen wie Justice Reveals, International Consultants und European Legal Consultans. Zunächst in den Händen des Untersuchungsgerichtes Nr. 8 in Arona liegend sind die Unterlagen jetzt wohl auch zum zentralen Untersuchungsgericht in Madrid gesandt worden, da Verbindungen zu Mohammed Jamil Derbah gemutmaßt werden, gegen den bereits schon seit 2001 ermittelt wird (D.P. 211/01 am Untersuchungsgericht Nr 5). Derbah war seinerzeit die rechte Hand von „Goldfinger“ John Palmer, verstritt sich aber mit diesem und gründete in den 90er Jahren seine eigene Orgnisation, der neben Betrugsdelikten im Timesharebereich auch Erpressung, Bedrohung, Körperverletzung, Fälschungsdelikte und sogar auch Mord oder Mordversuch zur Last gelegt werden.  

Ähnlich war Jahre zuvor unter den Namen Prestige S.L. , International Legal Specialist oder Royal Lawyer  vorgegangen worden. Die Untersuchungen gegen den Hauptbeschuldigten Mathieu Anthonius Nicodemus Lijesen laufen am Untersuchungsgericht Nr. 3 in Toremolinos zum AZ D.P. 1330/04.

 

Eine ganze Serie Verlautbarungen dieser Art kamen Ende 2007 und während des Jahres

2008 von Absendern wie:  Incasso Victor ,    Frontera & Asociados,    Hilgudin &

Partner,   Centro Gestor Madrid,  Gestoria Central de Madrid oder Agencia

Prado. Alles dies sind erfundene Namen und operiert wurde mit verschiedensten Bankkonten.  Zumindest soweit Bankkonten auf den Namen Theodor Victor  verwendet worden sind, soll ein Untersuchungsverfahren an der Audiencia Nacional in Madrid anhängig sein,  aber Details sollen derzeit noch nicht genannt werden.