Es hörte sich gut an: Die Inmobilienfirma aus Sevilla bot an, Ferienwohnrechte zu guten Preisen verkaufen zu können, und kaum war der Auftrag erteilt, war der Käufer auch schon gefunden und der Kaufpreis treuhänderisch hinterlegt. Da war es dann auch zu verkraften, der Firma Beträge für Unkosten und Steuern zu übersenden. Leider aber war wieder einmal alles frei erfunden, was auf Firmenpapier der Agenturen „Promotores Ballestero“ und „Inmobiliaria Hermanos Ballesteros“ so mitgeteilt worden war. Weder gab es einen Käufer, noch gab es auch nur die Agentur, und zwar weder in Sevilla, noch anderswo. Die Gelder landeten auf Bankkonten in Benidorm und es ist den baldigen Anzeigen der Geschädigten und dem raschen Vorgehen der Polizei zu verdanken, dass zumindest ein Teil der Beträge sicher gestellt werden konnte und Tatverdächtige festgenommen worden sind.

Mittlerweile sind die verschiedenen Untersuchungsverfahren vor dem Untersuchungs-gericht Nr.5 in Benidorm unter dem AZ 3271/09   zusammen gefasst und die Geschädigten sollten sich nun dort mit Anwaltshilfe melden und Ihre Ersatzansprüche nachweisen.