Aus den Jahren 2001 bis 2003 stammten die Taten, die nun vor der neunten Strafkammer der Audiencia Provincial von Malaga unter dem AZ 73/2007 zur Verhandlung kamen. Vom Hintergrund dieser Straftaten war auf diesen Seiten schon berichtet worden:  In immer wieder neuem Gewand hatten die Angeklagten verschiedener Nationalitäten es geschafft, Tausende von timeshare-Besitzern mit der Behauptung zu betrügen, ihre Ferienrechte seien gut verkaufbar und daraufhin Beträge für angebliche Kosten der Umschreibungen etc. zu erschleichen. 114 Seiten umfasste die Anklageschrift und dies, obwohl schon einige Vorgänge abgetrennt worden waren, von all den Geschädigten nur die Fälle von ca. 300 Personen  erörtert wurden und einer der Hauptangeklagten, Wilhelm Prinsloo, schon verstorben war, so dass die Anklage gegen ihn, der als der Drahtzieher erachtet wurde, fallen gelassen werden mußte.

Unter dem Druck der Staatsanwaltschaft  und der Beharrlichkeit  der Privatkläger war es aber letzlich gelungen, zumindest zu einer Verhandlung zu gelangen und von den letzlich 6 Angeklagten, die vor der Strafkammer standen, wurden vier zu Haftstrafen von 2 Jahren verurteilt und zwei zu einer Haft von einem Jahr, nachdem sie sich geständig gezeigt hatten.  Vor allem aber widmet sich das 93 Seiten lange Urteil dem erheblichen Schaden, den die geprellten Timeshare- Besitzer zu erleiden hatten, vorwiegend britischer und deutscher Herkunft, und hervorzuheben ist, dass  alle Verurteilten gesamtschuldnerisch zum Schadensersatz verurteilt worden sind, wobei man hofft, die Beträge aus diversen, vom Gericht gepfändeten  Bankkonten abdecken zu können.