In den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende erlebte Spanien einen ungebremsten Bau-Boom, dem sich auch viele Ausländer nicht entziehen konnten. Zu sehr günstigen Bedingungen wurden Hypotheken angeboten und die Marktentwicklung versprach baldige und sehr hohe Renditen, denn die Preise im Verkauf oder Vermietung kletterten weiter und weiter. In jener Situation  zahlte man u.U, hohe Anzahlungen auf ein  Haus oder ein Apartment an den Bauunternehmer oder die Vermaktungsgesellschaft (promotor), obwohl der Bau noch gar nicht begonnen war oder noch in der Anfangsphase steckte, und als dann der Baumarkt zusammen brach war das Geld verloren.  Schätzungen zufolge waren hiervon zwischen 600.000 und 800.000 Käufer betroffen, wovon ca. ein Drittel Briten und Deutsche waren, zumeist Privatpersonen.

Für sie gibt es nun wieder Hoffnung: Neue Urteile des Tribunal Supremos bestätigen eine Mitverantwortung der spanischen Banken. Die Bauunternehmen durften nach der damaligen Gesetzeslage nur sehr restriktiv über die erhaltenen Anzahlungen verfügen, was aber von den Banken, die gleichzeitig ja auch in diese Unternehmen investierten, aber zu lax gehandhabt wurde, Aus diesem Grunde wurden nun erstmals auch die Banken dazu verurteilt, für die als Anzahlung geleisteten Beträger einzustehen. Konkret betraf dies zuletzt die Banco de Sabadell als Rechtnachfolgerin der CAM zu einem Kauf,  der 2004 bei Denia/Alicante statt gefunden hatte, die noch heute skandalträchtige Siedlung „La Siesta“ in Denia betreffend.

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