Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber nach und nach werden die Betrugsgeschehen vergangener Jahre doch aufgearbeitet. So erhielten wir nun Nachricht über die Auslieferung von Herrn Jan Halupka seitens der deutschen Behörden und seine Überstellung nach Madrid noch im Laufe dieses Monats zur Vernehmung beim dortigen Gericht.

Jan Halupka und Hicham Saiham ließen sich im Jahr 2009 Hunderttausende von Euro überwiesen von Personen in ganz Europa, die zuvor  unter Firmenbezeichnungen wie „ASTA“ oder „JURUBEBA“ angeschrieben worden waren mit dem Angebot, ihre Ferienwohnrechte (timeshare) anzukaufen. Die Opfer waren froh über die Möglichkeit, diese Rechte wieder los zu werden, die ihnen oft genug selbst mit falschen Versprechnungen oder Arglist angedreht worden waren, aber sie wußten nicht, dass dieses Angebot nun auch nur wieder eine neuer Betrug war und die Anrufe von Telefonzentralen aus getätigt wurden mit genau den Kontaktdaten, die von damaligen timeshare-Verkäufern stammten.

Und so tappten sie erneut in die Falle und ließen sich auch dazu überrreden, nach und nach enorme Summen zu überweisen, um all die „unerwartet“ auftretenden Probleme und Kosten des Verkaufes „vorzustrecken“, wie es ihnen gegenüber hieß.

Alleine Jan Halupka hatte zu diesem Zweck zumindest 15 Bankkonten eröffnet und sich in den entsprechenden Schreiben als Notar angegeben, der sich um alles kümmern würde. Tatsächlich kümmerte er sich nur um die Leerung der Bankkonten.