Wie bereits in einem ersten Beitrag auf dieser Seite ausgeführt worden war, sind nun auch die Verträge über Urlaubsrechte in den besonders bei Deutschen beliebten Mariott Club Anlagen ins Visier der spanischen Justiz geraten.

Konkret ging es bei Fällen unserer Kanzlei um Ferienwohnrechte an der auf Mallorca gelegenen Anlage „Mariotts Club Son Antem“, in denen z.B. für 16.800,- Euro das Recht verkauft worden war, ein Ferienhaus mit 2 Schlafzimmern während einer Woche im Jahr zu nutzen und zwar in der „Gold“ Saison. Wie lange dieses Recht gelten sollte, war in den wenigen Seiten des eigentlichen Vertrages nicht angegeben. Eine solche Unklarheit, wie lange ein solches Recht eigentlich gilt und  für welche konkrete Unterkunft  und für welche konkreten Zeiträume im Jahr, ist unter Berücksichtigung des geltenden Rechtes nicht erlaubt. Vielmehr verlangen die seit 1999 fortgeschriebenen spanischen Gesetze zur Materie eine klare Konkretisierung und auch die Dauer des Vertrages muss bestimmt sein und darf 50 Jahre nicht überschreiten.

Deshalb wurde uns in mehreren Urteilen auch die Nichtigkeit der Verträge bestätigt, so zuletzt in Urteilen vom 15.10.2019 und 20.11.2019, und die Verkaufsfirmen von Marriott wurden zur Rückzahlung eines großen Teils des Kaufpreises verurteilt. Aber darauf hatten wir uns nicht beschränkt. Eine zusätzliche Verurteilung erfolgte hinsichtlich der Teile der Kaufpreise, deren Zahlung  unter Verletzung der gesetzlichen Wartefristen (Stichwort Anzahlungsverbot) einverlangt worden waren. Aus diesem Grunde wurden im Beispielsfall dem  Mandanten, der 16.800,- Euro bezahlt hatte, mehr als 28.000,- Euro zugesprochen, zuzüglich Zinsen.