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Transsexuellen – Gesetz

Vielen Menschen erleben täglich eine soziale Ausgrenzung: Sei  es, dass ihre Hautfarbe nicht gefällt, ihre Herkunft, ihre Sprache, ihr Aussehen, oder sie auch Diskriminierung erleiden aufgrund von Armut oder körperlicher oder geistiger Behinderung.

Die Menschenwürde aber ist unantastbar und jede(r) versucht, im Rahmen der ihm/ihr gegebenen Möglichkeiten, glücklich zu sein und sein/ihr Leben zu leben, und alle anderen sollten das respektieren und unterstützen.

Die Kanzlei SCHOMERUS versucht seit jeher, dem gerecht zu werden.

Auch deshalb soll speziell erwähnt werden der Schutz der sexuellen Identität: das spanische Gesetz dazu befindet sich seit geraumer Zeit in Bearbeitung, aber in der Comunidad Valenciana ist das regionale Gesetz speziell zum Schutz transsexueller Identität bereits 2017 ergangen. Es ist das Gesetz 8/2017 vom 7.4.2017.

Es verpflichtet generell die regionale Verwaltung in all ihren Erscheinungsformen, den Transsexuellen bei ihrer Verwirklichung zu helfen, sie zu unterstützen und sie zu beschützen. Jegliche Art von Diskriminierung wird untersagt.

Wichtige Einzelaspekte dabei sind:

  • Die Möglichkeit, regionale Identifizierungspapiere (so der tarjeta sanitaria) mit dem selbst gewählten Namen zu beantragen, der mit der gefühlten Geschlechtszuge-hörigkeit übereinstimmt (z.B. also Michael statt Gabriela, oder umgekehrt)
  • Im Rahmen der ärztlichen Grundversorgung eine Hormonbehandlung oder gar chirurgische Massnahmen zur Geschlechtsangleichung beantragen zu können

und dies alles ohne besondere Begründung oder ärztliche Gutachten, wie dies vorher der Fall war.

Dazu kommen zahlreiche Bestimmungen, die dafür sorgen sollen, dass insbesonder in der Erziehung und im Schul- und Sanitätswesen solche Probleme frühzeitig erkannt und adäquat betreut werden. Dies umfasst besonders Ausblidungsfelder des Erziehungspersonals, die Einrichtung psychologischer Beratungszentren, Anlaufstellen für schulische oder psychologische Probleme der Betroffenen oder ihres familiären oder beruflichen Umfeldes, und natürlich entsprechende Anlaufstellen für Beschwerden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei der Vermeidung von Nachteilen am Arbeitsplatz oder im schulischen Bereich, also bei Minderjährigen. Noch immer begehen eine große Anzahl Betroffner einen oder mehrere Selbstmordversuche …und viele davon können nicht rechtzeitig unterbunden werden.

Die Kanzlei SCHOMERUS ist gerne bereit, in solchen Fällen Hilfe zu leisten, sei es in der Comunidad Valenciana, sei es  in anderen Regionen Spaniens. Bei Problemen in anderen Ländern freilich sollten dortige Kolleginnen/Kollegen oder Institutionen konsultiert werden.

 

Nichterwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für im Ausland geborene Kinder deutscher Eltern

Bei Geburt im Ausland erwerben Kinder, deren deutsche Eltern oder deutscher Elternteil nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren wurde(n) und zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes ihren / seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben / hat, nicht durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sie durch Geburt eine ausländische Staatsangehörigkeit erwerben.

Nur wenn die Eltern innerhalb eines Jahres nach der Geburt des Kindes in diesen Fällen beim zuständigen Standesamt in Deutschland oder bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen Antrag auf Beurkundung der Geburt des Kindes im Geburtenregister stellen, erwirbt das Kind rückwirkend zum Zeitpunkt seiner Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit.

Beispielfall der deutschen Auslandsvertretungen:

Herr A wird von seiner Firma im Jahr 1999 nach Spanien versetzt. Dort kommt am 01.02.2000 seine Tochter Klara auf die Welt. Die Familie kehrt nach einigen Jahren zurück nach Deutschland. Klara lernt im Jahr 2018 einen US-amerikanischen Staatsangehörigen kennen, mit dem sie in die USA zieht. Dort kommt am 01.01.2020 ihr Sohn zur Welt. Obwohl seine Mutter Deutsche ist, erwirbt er nicht durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit, da er durch Geburt in den USA die US-amerikanische Staatsangehörigkeit erwirbt.

Damit das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit erwirbt, müssen Klara oder der Vater des Kindes beim zuständigen Standesamt in Deutschland oder der zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen Antrag auf Beurkundung der Geburt ihres Kindes stellen. Wenn der Antrag fristgerecht und vollständig gestellt wird, kann dem Kind auf Antrag ein deutscher Pass ausgestellt werden.

Die deutschen Auslandsvertretungen weisen darauf hin,  dass von dieser Regelung alle Deutschen (Expats und Auswanderer) betroffen sein können, die selbst im Ausland geboren wurden und ein Kind im Ausland bekommen, unabhängig vom Grund und der Dauer ihres Auslandsaufenthaltes.

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