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Dr. Andreas Schomerus
Alicante, España
| 2003-04-14 Alle Wege führen nach: Gibraltar | | | |
Timeshare – Wiederverkaufsfirmen aus Gibraltar gesteuert
Viele Timeshare Besitzer kennen sie nur zu gut – die Anrufer von vorgeblichen Wiederverkausfirmen, die angeben, die jeweiligen Rechte binnen kürzerster Zeit und zu sehr guten Preisen verkaufen zu können und die Käufer praktisch schon an der Hand oder sogar den Kaufpreis schon ganz oder teilweise erhalten zu haben. Tatsächlich stellte sich dann später alles als Lug und Trug heraus und was blieb war ein neuer Verlust von manchmal einigen Hundert Euro, manchmal aber auch von einigen tausend.
Für diejenigen Firmen, die von der Costa de Sol aus (Fuengirola, Estepona, Mijas) besonders dreist und leider auch erfolgreich operierten, erhärtet sich in den angelaufenen Gerichtsverfahren und richterlichen Untersuchungen der Verdacht, dass die Hintermänner aus Gibraltar stammen.
Gibraltar: auf jeden Einwohne sind dort 2,5 „Off-Shore“ Gesellschaften eingetragen, insgesamt also ca. 75.000. Diese „Off Shore“ Gesellschaften sind eingetragen, können aber nur im Ausland tätig sein. Die Vorteile sind enorm: es werden praktisch keine Steuern gezahlt, die Aktieninhaber oder Gesellschafter bleiben weitgehend anonym, die Gründungs- und Erhaltungskosten sind minimal (1.000 bzw. 500 Euro) , Kontrollen sind praktisch inexistent, auch hinsichtlich der vorgeblichen Geschäftssitze, die irgendwo in der Welt beheimatet sein können – kurzum – das geeignete Umfeld für Geldwäsche und -schieberei im großen Umfang. Bereits 1996 unterzeichneten ca. 2000 Richter aus verschiedenen Ländern die sogenannte „Genfer Erklärung“ mit der Aufforderung an die Regierungen, dem Einhalt zu gebieten, aber geschehen ist praktisch nichts.
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